Wir barfen unsere Hunde, dazu ein Erfahrungsbericht

Bei uns leben 3 Beardies, Basti (5,5 Jahre), Angel (3,5 Jahre) und Fee (1,5 Jahre).

Wir f�ttern unsere Beardies seit 3 Jahren roh. Basti hatte, bevor wir umgestellt haben, �fter Durchfall, diese Zeiten sind seitdem vorbei. Er vertr�gt das Rohfutter bestens. Es gibt wirklich nichts, was er nicht mag. Wir f�ttern verschiedenste Sorten Fleisch, �ber Huhn, Rind, Wild, Fisch, diverse Innereien und nat�rlich Knochen, bevorzugt Brustbein oder Rippen oder auch St�cke der Wirbels�ule, damit die Hunde auch etwas abknibbeln k�nnen, ohne sich die Z�hne zu besch�digen. Das kann bei sehr harten Knochen passieren, z.B. bei Markknochen, die au�erdem scharfe Kanten haben k�nnen. Das Ganze wird mit Obst, Gem�se, Kr�utern, Algen, �len, Ei, Joghurt, H�ttenk�se, usw. angereichert, da ist das Fressen immer abwechslungsreich.

Bei Angel war die Umstellung auf Rohfutter etwas m�hselig. Sie ist auch nicht so ein Allesfresser wie Basti. Was sie nicht gern mag ist H�hnchenfleisch. Wir haben aber am Anfang oft H�hnerh�lse gef�ttert. Die Knochen in den H�lsen sind eine hervorragende Kalziumquelle und gut verdaulich. Angel hat dann ihr Kalzium in Form von fein geriebenen Eierschalen, oder gewolften H�hnerkarkassen erhalten und brauchte keine H�lse mehr fressen. Heute gibt es zur Kalziumversorgung mehrmals die Woche einen sch�nen Rinderknochen. Aber auch sonst war sie immer ein wenig m�kelig beim Fressen. Wir haben dann festgestellt, dass sie keine gro�en Fleischst�cke mag. Am liebsten frisst sie gewolftes Fleisch. Jetzt ist sie mit ihrem Futter rundum gl�cklich.

Durch die Rinderknochen kennen unsere Hunde auch kein Zahnstein mehr. Basti mussten wir fr�her alle paar Wochen den Zahnstein abschieben, heute hat er strahlend wei�e Z�hne.

Fee ist aus unserer eigenen Zucht, sie frisst wie ein Staubsauger. Immer ist sie die Erste, die mit Fressen fertig ist, obwohl sie noch die gr��te Menge bekommt und ihr als letzte das Fressen hingestellt wird. Sie wartet dann, bis die Anderen fertig sind und leckt alle N�pfe blitzblank.

Unsere Hunde vertragen das Rohfutter hervorragend, fressen es mit gro�em Appetit, haben ein super Fell bekommen, sind sehr leistungsf�hig und haben keine Zahnprobleme.

Wenn fr�her oft Reste im Futternapf waren, so sind sie heute immer leer. Nie bleibt etwas zur�ck! Die H�ufchen unserer Hunde sind nur noch halb so gro� wie fr�her. Das zeigt ganz klar, dass das Futter bestens verwertet wird, und keine f�r einen Hund �berfl�ssige Ballaststoffe ausgeschieden werden m�ssen.

Unsere Welpen ziehen wir nat�rlich auch mit Rohfutter gro�. Sie bekommen alles sch�n kleingeschnitten. Auch hier sind H�hnerh�lse besonders empfehlenswert.

Knochen geben wir den Welpen nur so gro�, dass sie nicht verschluckt werden k�nnen. Schon die allerkleinsten lutschen mit Begeisterung am Knochen, nagen k�nnen sie da noch nicht, weil sie noch keine Z�hne haben.  

Wir haben die Welpen aber auch an Trockenfutter gew�hnt, damit die neuen Beardiebesitzer keine Probleme mit der F�tterung ihrer Welpen haben. Da es nicht gut ist, Trocken- und Rohfutter durcheinander zu geben, werden unsere Welpen einige Tage vor Abgabe umgestellt, bis dahin aber ausschlie�lich roh ern�hrt. Da wir nur einen gro�en Napf f�r alle Welpen gemeinsam benutzen, ist es ein echtes Schauspiel, wie so ein Napf in sekundenschnelle leer gefegt wird.

Zwei unserer Welpenk�ufer haben sich bei uns ihren Zweitbeardie gekauft und ihren anderen Beardies ebenfalls auf Rohfutter umgestellt. Sie sind beide sehr froh �ber diesen Schritt und haben durchweg gute Erfahrung gemacht.

Wir haben festgestellt, dass Rohf�tterung nur wenig teurer ist, als wenn ein gutes Trockenfutter, das so ca. 45 Euro/ 15 Kg kostet, verwendet wird. Es ist sicherlich ein wenig aufwendiger als trocken zu f�ttern. Das Rohfutter muss eingefroren, und jeden Tag eine Portion wieder aufgetaut werden. Es muss Obst und Gem�se gerieben, oder mit der K�chenmaschine zerkleinert werden. Wenn Innereinen wie z.B. superleckerer Pansen gef�ttert wird, bleibt Herrchen schon mal fast die Luft weg, so lecker riecht das. Also manche Sachen sollten lieber drau�en gef�ttert werden. Es versteht sich von selber, dass jeder Hund seine richtige Menge an Futter bekommen muss. Also immer abwiegen, und nicht mal schnell den Messbecher f�llen. Mit der Zeit bekommt man aber ein Gef�hl f�r die richtige Menge, die bei jedem Hund unterschiedlich sein kann, je nach Temperament bzw. Aktivit�t.

Es soll auch nicht unerw�hnt bleiben, dass wir f�r unsere 3 Fellnasen einen Gefrierschrank mit 4 Sch�ben f�r Futter vorhalten m�ssen. Sonst werden die Mengen, die wir einkaufen zu klein und die ganze Sache wird teurer (z.B. durch h�here Portokosten) Es kommt eben darauf an, welche Einkaufsm�glichkeiten bestehen, ob man z.B. am Ort kaufen kann, oder aber alles �bers Internet bestellen muss.

Wir nutzen div. M�glichkeiten um das Futter f�r unsere Hunde zu kaufen. Es gibt im Nachbarort einen kleinen Vertrieb f�r Rohfutter. Auf Bestellung wird das Futter dann angeliefert. Bei uns in Osterode gibt es ein Gesch�ft das hei�t Leckerli.net, dort gibt es auch eine sch�ne Auswahl. Die Rinderknochen holen wir direkt bei unserem Schlachter ab. Er s�gt sie in die gew�nschte Gr��e, und l�sst auch sch�n Fleisch dran. Ein Arbeitskollege h�lt Schafe, wenn dort geschlachtet wird , f�llt auch immer was f�r unsere Hunde ab. Wenn wir Futter im Internet bestellen , dann �berwiegend beim Tierhotel Lungkwitz. Es gibt nat�rlich noch diverse andere Interneth�ndler, bei denen wir aber noch nicht bestellt haben. F�r die H�hnerh�lse gibt es bei uns im Ort eine Sammelbestellung mit anderen Hundebesitzern zusammen. Dort wird alle 4 Wochen eingekauft. Durch die Bestellung von mehreren 100Kg im Monat ist der Preis auch enorm g�nstig. Wir nutzen aber auch Angebote aus dem Supermarkt. Dort kaufen wir zB. H�hnerherzen , trocknen diese in unserem D�rrautomat, und haben so super Leckerlies f�r unsere Fellnasen.

Sie sehen, die M�glichkeiten an Rohfutter zu kommen, sind vielf�ltig. Wir hoffen das wir noch jemanden finden, von dem wir Schlachtreste von Rotwild beziehen k�nnen.

Ideal ist es auch, wenn man einen Schlachthof in der N�he hat, der an Privatpersonen verkauft. Das ist bei uns leider nicht der Fall.

Etwas schwieriger ist das Rohf�ttern, wenn es in den Urlaub geht. Wir fahren immer mit dem Wohnwagen, haben also die M�glichkeit f�r ca. eine Woche tiefgefrorenes Futter f�r unsere Beardies mitzunehmen. Am Urlaubsort muss man dann erst einmal schauen, wo Nachschub gekauft werden kann. Auch f�r die Vorbereitung muss alles im Urlaub vorhanden sein, eine Waage, eine Reibe f�r das Obst...

Und nun das Wichtigste zum Schluss. Eine ausgeglichene Ern�hrung ist der Grundstock f�r einen gesunden und lebensfrohen Hund. Es kann bei der Rohf�tterung auch viel falsch gemacht werden. Bevor sie ihren Hund auf Rohfutter umstellen, erkundigen sie sich ausgiebig. Es werden Seminare angeboten, es gibt aber auch Fachliteratur. Das Buch Natural Dog Food von Susanne Reinerth, ISBN Nr. 3-8334-3063-X, www.naturaldogfood.de , ist sehr ausf�hrlich geschrieben und auch im Internet gibt es vielf�ltige M�glichkeiten sich zu informieren. Z.B. auf der Seite: www.barfers.de

Wir haben durchweg positive Erfahrungen mit dem Rohf�ttern gemacht. Sicher ist es aufwendiger als Trockenfutter, aber nicht unbedingt teurer.

Schon allein die Vorfreude unserer Beardies, wenn wir das Futter vorbereiten und sie aufgeregt hin und her laufen und schon mal probieren eine Nase voll zu bekommen, ist ein Grund, nicht wieder auf Trockenfutter zu wechseln.

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